Kaninchen Ernährung

Getreidehaltiges Trockenfutter?
Diese irrtümliche Meinung wird von der futtermittelproduzierenden Industrie leider immer noch unterstützt.
Doch die Bestandteile im handelsüblichen Trockenfutter sind gesundheitsschädlich für Kaninchen. Hier handelt es sich um minderwertige, industrielle Abfälle, die optisch wieder schön „hergerichtet“ und aromatisiert werden. Es enthält zu viel Stärke, Fett und Zucker, es ist schwer verdaulich und fördert Verdauungsstörungen. Außerdem sorgt es für eine schnelle und langanhaltende Sättigung, sodass andere wichtige Futtermittel (Heu, Grün-und Frischfutter) nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden.

Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und benötigen täglich frisches, vielfältiges Grünfutter.
Im Frühjahr, Sommer und Herbst kann man direkt in der Natur Wiesenpflanzen, Zweige und Blätter sammeln.
Zusätzlich bietet das Gemüsesortiment eine große Auswahl an gesundem Futter. Vor allem für in Außenhaltung lebende, untergewichtige und/oder geschwächte Tiere empfiehlt sich die Fütterung von energiereichem Futter, z.B. Wurzelgemüse und Saaten. Obst enthält sehr viel Zucker und sollte nur selten und in kleinen Mengen als Leckerchen geboten werden.

Eine langsame Futterumstellung ist das A&O!
Wenn Ihre Kaninchen bisher Trockenfutter gewöhnt waren, gibt es einige wichtige Punkte bei der Umstellung auf artgerechtes Frischfutter zu beachten, um Verdauungsstörungen vorzubeugen. Hierzu stehe ich Ihnen gerne beratend zur Seite.

Qualitativ hochwertiges Heu sollte Ihren Tieren den ganzen Tag in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Hochwertiges Heu muss trocken und grün sein und nach frischer Wiese duften. Auch der Gehalt von verschiedenen Kräutern und Blüten gibt einen Hinweis auf gutes Heu. Keinesfalls darf es gelb und/oder staubig sein.

Auch Wasser ist natürlich ein Grundnahrungsmittel und muss den ganzen Tag verfügbar sein.
Das Wasser sollte nicht, wie im Zoofachhandel oftmals leider angeraten, in Nippeltränken angeboten werden! Es kommen zu kleine Mengen Flüssigkeit heraus, im Winter besteht die Gefahr des Festfrierens der Zunge an der Flasche und die Tiere werden in eine unnatürliche Kopfhaltung gezwungen. In freier Natur trinken Kaninchen aus Bächen und Pfützen und halten den Kopf dabei in Richtung Boden. Daher sollte Kaninchen das Wasser immer in einem schweren Tonnapf angeboten werden.

Ich helfe Ihnen gerne wenn es darum geht…

  • Wie führe ich eine Futterumstellung durch und was gibt es dabei zu beachten?
  • Was darf ich und in welcher Häufigkeit/Menge verfüttern?
  • Mein Tier ist krank → welche Futtermittel können mein Tier unterstützen, worauf sollte ich verzichten?
  • Was darf mein Tier nicht fressen?
  • Joghurtdrops, Salzleckstein & Co. sind ungesund → was kann ich stattdessen als gesunde Leckerchen anbieten?